Produktioner – ganz viel Druck

In der Werbebranche ist der Druckstückproduktioner ein wichtiger Mann. Für viele Agenturen ist der Printbereich ein wichtiges Standbein. Ebenso können nicht viele werbende Unternehmen auf Broschüren oder Flyer verzichten.

Druckstückproduktioner als Einkäufer

Die Berufsbezeichnung als Produktioner oder Druckstückproduktioner lässt schnell ein grundsätzliches Missverständnis aufkommen, denn mit der eigentlichen Herstellung von Druckerzeugnissen hat diese Aufgabe nichts zu tun – vielmehr leitet und koordiniert er den kompletten, technischen Herstellungsprozess in diesem Bereich. Der Produktioner sorgt für die Umsetzung der kreativen Ideen mit externen Lieferanten, insbesondere Druckereien, welche die verschiedensten Werbemittel wie Anzeigen, Plakate, Mailings, Broschüren oder Displays herzustellen haben.

Produktioner oder Kontakter?

© PantherMedia/Werner Heiber

In der mittelnden Funktion zwischen Agentur und fremden Dienstleistungsbetrieben benötigt der Produktioner fundierte Kenntnisse aus beiden Bereichen. Gegenüber den Kollegen im eigenen Haus hat er stets die technische und zeitliche Machbarkeit sowie den Kostenrahmen bei der Umsetzung der Ideenvielfalt im Auge zu behalten. Ihm obliegt es dann, die passende Druckerei auszuwählen, welche qualitative, zeitliche und finanzielle Vorgaben optimal erfüllt. Nach der Auftragsvergabe muss von ihm der komplette Herstellungsprozess überwacht und gegebenenfalls korrigiert werden, bevor Agentur und Kunde das fertige Werbeprodukt in den Händen halten können.

Druckstückproduktioner/ in – Ausbildung und Fähigkeiten

Für eine reibungslose Arbeit ist beim Produktioner somit nicht nur Marketingwissen erforderlich, sondern auch profunde Kenntnisse im Bereich Drucktechnik und in der Verarbeitung unterschiedlichster Materialien. Betriebswirtschaftliche Aspekte zur Kostenminimierung und Verhandlungsgeschick gehören genauso zum elementaren Rüstzeug in diesem Beruf. Mit zunehmender Digitalisierung ist der Umgang mit Neuen Medien und Spezialsoftware ebenfalls in das Standardrepertoire des Produktioners eingegangen.

Eine Ausbildung in einem gestalterischen Beruf der Bereiche Marketing oder Multimedia ist hier ebenso hilfreich für den Berufseinstieg wie die Lehre zum Drucker oder Medienvorlagenhersteller. Vor einer eigenverantwortlichen Tätigkeit als Produktioner muss zumeist eine praktische Annäherung über den Zwischenschritt als Produktionsassistent vollzogen werden. Die Einstiegsgehälter liegen hierbei unter 30.000 Euro pro Jahr, wogegen ein Produktioner mit Berufserfahrung jährlich circa 35.000 bis 40.000 Euro erwarten darf.